17.03.13

Filzkueken geschluepft und im Nest

Hallihallo ihr Lieben,
langsam aber sicher rückt Ostern immer näher, auch wenn das Wetter alles andere als frühlingshaft ist. Um gegen das graue Regenwetter anzukämpfen, beschloss ich heute ein wenig Osterdeko zu basteln. Während einiger Überlegungen zu kleinen Basteleien, die ich der Verwandtschaft zu Ostern schenken könnte (wie letztes Jahr diese Eier), hatte ich neulich eine Idee, die ich euch nun zeigen möchte.

Um diese kleine Deko zu basteln, müsst ihr zuerst ein oder zwei Küken filzen, je nachdem ob ihr beide Eier basteln wollt oder nicht.
Für ein Küken braucht ihr folgende Materialien:

1. Nehmt euch so viel gelbe Filzwolle, dass sie zusammengedrückt vom Umfang her ungefähr in eine Eierschale passt. Wickelt sie anschließend so fest wie möglich zu einer Ei-ähnlichen Form.
2. Jetzt dürft ihr euch mit der Filznadel abreagieren ;) Einfach ganz oft mit der Nadel in euer gelbes Eierformdingens stechen bis sich der Filz verdichtet und nicht mehr ganz so weich und fluffig ist. Durch häufiges Einstechen am oberen Teil des Eis könnt ihr leicht einen Kopf bzw. Hals formen:

3. Nun braucht ihr noch zwei Flügel. Dafür einfach diese zwei folgenden Schritte wiederholen. Als erstes etwas gelbe Filzwolle nehmen und Flügelähnlich auf den Schaumstoff legen, wie auf dem Bild.
4. Jetzt könnt ihr wieder oft mit der Filznadel auf den Filz einstechen bis er ganz flach ist und fast mit dem Schaumstoff "verschmilzt". Dann könnt ihr den Flügel fast wie bei einem Klettband "abziehen" und noch ein bisschen zwischen den Händen rubbeln, damit er glatter wird.

5. Die zwei fertigen Flügel werden nun mit der Filznadel am Körper befestigt. Dazu den Flügel an die passende Stelle legen und mit der Nadel am Rand des Flügels entlang einstechen bis er sich nicht mehr vom Körper löst. Wichtig ist, dass ihr nur am Rand entlang stecht, da der Flügel dann in der Mitte dicker und somit plastischer bleibt.

6. Das Küken ist leider noch etwas Gesichtslos. Deshalb bekommt es nun einen Schnabel. Dieser wird aus ein wenig orangener Filzwolle geformt. Einfach ein kleines bisschen davon nehmen, zwischen den Fingern zu einer Art Karotte zwirbeln und mit der Filznadel noch leicht festigen.
7. Den Schnabel durch Einstechen mit der Filznadel an die richtige Stelle im Gesicht anbringen.

Zu guter letzt benötigt das Küken noch Augen. Dazu einfach ein bisschen schwarze Filzwolle nehmen, zu kleinen Kugeln zwirbeln und mit der Nadel ins Gesicht "stechen". Fertig :)


Da das Küken nun noch kein zu Hause hat, werden wir ihm eines basteln.

Für dieses Eiernestchen benötigt ihr Folgendes, sowie Tesa, Nylonfaden und Schere:

1. Ein Stück Nylonfaden abschneiden und ein Ende mit Tesa an die Innenseite der Eierschale kleben.
2. Das andere Fadenende auf der gegenüberliegenden Seite ebenfalls mit Tesa ankleben, so dass eine Art Eierschaukel entsteht.

3. Etwas Moos in die Eierschale stecken, so dass ein kleines Nestchen entsteht, das über die Ränder des Eis steht.
4. Das Küken in sein neues Nest setzen und sich freuen :)


Um ein schlüpfendes Küken zu basteln, braucht ihr diese Materialien, sowie eine Feder, Nylonfaden, Schere, Nadel und eine Perle:

1. Mit einer Nadel jeweils ein Loch in den Boden und den Deckel des Eis stechen.
2. Ein Stück Nylonfaden abschneiden und an ein Ende eine Feder festbinden.

3. Das Federlose Ende durch das Loch der größeren Eierschalenhälfte fädeln.
4. Mit der Nadel und dem Nylonfaden auch das Küken von Fuß bis Kopf durchstechen, so als ob ihr eine Perlenkette auffädelt.

5. Eine Perle, die größer als das Loch der kleinen Eierschale ist, mit etwas Abstand zum Kopf des Küken auffädeln. Ich habe versucht euch ein einer Skizze zu verdeutlichen, wie man die Perle auffädeln kann, so dass sie fest ist und nicht mehr rutscht.

Zuletzt noch die kleine Eierschale auffädeln und den restlichen Faden zu einer Schleife zum Aufhängen knoten. Fertig :)


Ich hoffe, meine Anleitung war einigermaßen verständlich? Wenn Fragen offen geblieben sind, einfach fragen, ich versuch gerne weiterzuhelfen.
Habt ihr auch schon angefangen für Ostern zu basteln/dekorieren?
Einen tollen Start in die Woche euch!!!

09.03.13

Geschenkkorb: Fischbutter (2) & Baguette

Hallihallo ihr Lieben,
heute möchte ich euch zeigen, wie ich einen Geschenkkorb für meine Oma zum Geburtstag gemacht habe. Es sei schon mal vorweggenommen, dass sie sich riesig darüber gefreut hat :)
Ich hatte lange überlegt, was ich ihr denn schenken könnte. Mittlerweile ist es für mich immer schwieriger die "älteren" Verwandten zu beschenken. Erstens habe ich ihnen schon so viel gebastelt und zweitens haben sie schon genug "Tüddelkram" rumstehen. Daher greife ich oft auf selbstgemachte Süßigkeiten als Geschenk zurück. Allerdings steht meine Oma nicht so sehr auf Süßkram. Also fiel auch dieser Plan flach. Glücklicherweise erinnerte ich mich daran, dass sie Fisch sehr mag und so ergab eins das andere und ich werkelte einen "Schönen-Abend-Korb" für sie.



Als "Korb" nahm ich eine alte Mandarinen-Kiste, welche ich, so hoffe ich zumindest, hübsch verpackt habe:



In die Kiste kam, wie ihr auf dem rechten Bild oben sehen könnt, eine kleine Flasche Wein. Diese umwickelte ich mit einem weiteren Stück der Serviette und zwei unterschiedlichen Masking Tapes (ich war so aufgeregt, dass ich sie endlich mal benutzen konnte).
Die Flasche Wein sollte zu dem selbstgemachten Baguette passen.

Das Rezept für das Baguette entnahm ich dem tollen Buch "Backen mit Leila" von Leila Lindholm. Allerdings musste ich es etwas ändern, damit die Menge stimmte und ich "gewöhnliches" Weizenmehl verwenden konnte. So ergibt das Rezept zwei mittelgroße Baguette:

1. 3g frische Hefe durch Rühren in 150ml kaltem Wasser auflösen.
2. 150g Mehl hinzufügen und alles gut miteinander verrühren.
3. Den Vorteig über Nacht im Kühlschrank gehen lassen.

4. 7g frische Hefe durch Rühren in 75ml kaltem Wasser auflösen.
5. Jeweils 1 EL Salz und Zucker, sowie den Vorteig und ca. 230g Mehl (das könnt ihr ggf. auch erhöhen) hinzufügen und zu einem zähen Teig kneten/rühren. Anschließend 15 Minuten mit dem Handrührer auf mittlerer Stufe durchkneten. Der Teig ist optimal, wenn er ein "Klumpen" und nicht am Rand der Schüssel kleben bleibt, jedoch dennoch nachgiebig und locker erscheint (das braucht einfach etwas Übung, beim ersten Mal hat es bei mir auch nicht wirklich geklappt).
6. Den Teig 1 1/2 Stunden gehen lassen.
Nun kann der Teig zu Baguettes geformt werden:


Die Baguette in dem auf 240° (Heißluft) vorgeheizten Ofen für 10 Minuten backen. Anschließend die Temperatur auf 200° verringern und weitere 20 Minuten backen. Dann aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.

Da ein blankes Baguette nicht gerade ein Hit ist und ich schließlich noch etwas Fischiges in das Kistchen packen wollte, machte ich noch eine Shrimpsbutter und Forellenmus. Diese füllte ich in zwei gleiche Gläser, die ebenfalls mit Masking Tape und einem selbst geschriebenen Etikett verziert wurden.

Das Rezept für die Shrimpsbutter fand ich hier. Es war leider auf Englisch und ich hatte nicht alle Zutaten da, deshalb hier meine Variante. Der Inhalt reicht für ein mittelgroßes Glas.:
1. ca. 50g Butter in einem Topf/Pfanne schmelzen und 125g geschälte Shrimps hinzufügen. Diese 2 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen.
2. 1 EL Weinbrand hinzufügen und nochmal kurz kochen lassen.
3. Nun alles in einem Gefäß mixen mit Pürierstab oä.
4. Der Masse 1/4 Teelöffel Cayenne Pfeffer, 1 EL Limonensaft, ca. 30-40g Butter und Salz (nach Geschmack) hinzufügen. Alles nochmal durchpürieren und in ein Glas füllen.

Das Rezept für das Forellenmuß hat mir meine liebe Tante verraten. Es ist wirklich einfach und sehr schnell gemacht. Auch hier reicht die Menge für ein mittelgroßes Glas.
125g geräucherte Forellen mit 63g weicher Butter, 62g Kräuterfrischkäse,1TL Meeretich und Pfeffer (nach Geschmack) in einem Gefäß pürieren bis ihr ein schönes Muß habt. Dieses in ein Glas füllen. Schon ist das Muß verschenkbereit und schmeckt sehr lecker!


So nun waren für den schönen Abend bereits Baguette mit Shrimpsbutter und Forellenmuß in meinem Körbchen. Dazu sollte sie feinen Wein trinken, der ebenfalls im Korb war. Außerdem kaufte ich noch im Laden eine Packung gebrannte Mandeln (ich hatte keine Zeit mehr sie selbst zu machen), die ich ein ein Folientütchen steckte. 



Der kulinarische Teil war also abgehakt und fertig. Aber eine Sache fehlte mir noch und zwar eine hübsche Karte. Da mir die liebe Zeit leider nicht in großen Mengen zur Verfügung stand, entschloss ich mich für eine schnelle Karte. Die Karte hatte ich hier auf dem Blog Paper Trufflez entdeckt und mit zum Korb passenden Farben nachgebastelt.



Nun wurde alles hübsch in das Kistchen gesteckt und arrangiert. Fertig :)


Verschenkt ihr auch gerne Essen? Oder habt ihr ein anderes Geschenk, das ihr gerne immer wieder verschenkt?
Ein schönes Wochenende euch noch!!!

20.02.13

Bed & Breakfast

Hallihallo zusammen!!!
Vielleicht habt ihr auch schon auf Ina's Blog von ihrer "Things about your Life"-Aktion gelesen? In der Aktion geht es darum immer am 20. eines Monats einen Post zu einem bestimmten Thema zu verfassen. Mir gefallen die Themen ganz gut und ich hatte für diesen Monat gleich eine Idee. Daher habe ich beschlossen auch mal einen Versuch zu wagen :) Das Thema diesen Monat ist:



Nun ja da wir zwei Hunde haben, die mindestens drei Mal am Tag raus müssen, kann ich eigentlich kein Bed & Breakfast mehr machen, zumindest kein langes. Das stört mich ehrlich gesagt auch nicht, da ich auf diese Weise mehr vom Tag habe und ich bin eh eher ein Frühaufsteher :)



Allerdings sind mir bei dem Thema gleich einige Frühstücke meiner Kindheit eingefallen. Als mein Bruder und ich noch jünger waren, haben wir öfters mal zusammen mit meinen Eltern und einem Tablett voll leckerer Dinge in ihrem großen Bett gefrühstückt. Das war immer ein Highlight und später wurden diese Frühstücke vom gemeinsamen Vorlesen der Harry Potter Bücher ergänzt und schließlich abgelöst.





Aber wir durften diesen Luxus nicht nur bei unseren Eltern genießen, sondern auch bei einer unserer Omas. Immer wenn wir dort übernachtet haben, erzählte sie uns nach dem Aufwachen eine erfundene Geschichte "vom Bello vom Wöplingsberg". Das haben wir geliebt.





Anschließend brachte sie uns geschmierte Weckle und Rüherei, was wir im Bett essen durften. Das war soo lecker :) Und nebenbei durften wir Fernseh schauen. Was für ein Luxus, oder? Frühstück im Bett und Fernseh schauen.  Das war das größte für uns.



Auf den Fotos seht ihr daher unser "Frühstückstablett" zusammen mit leckerem Rüherei, sowie Marmeladen-und Honigweckle. Dazu Kaba und frisch gepressten Orangensaft. Ein paar Frühlingsblümchen ergänzten dann mein kleines "Bed & Breakfast".



Ich muss ja gestehen, ich habe es nicht im Bett gegessen, nur dort fotografiert. Allerdings habe ich das ganze Tablett, so wie es war, an den Frühstückstisch geschleppt und mich wie Bolle gefreut, dass ich so ein hübsches Frühstücksplätzchen habe ;) Da schmeckt das Essen gleich noch besser!
Eine schöne Restwoche euch allen noch!!!

P.s.: Viele weitere Bed & Breakfast Beiträge könnt ihr hier finden. Werde ich mir nachher auch anschauen, aber ich glaube erst, wenn ich nicht mehr hungrig bin ;)

09.02.13

Schnee + rosa-rot Karte



Bei uns schneit es! Ihr wisst gar nicht wie glücklich mich das macht. Ich liebe die dicken weißen Schneeflocken, wie sie langsam vom Himmel schweben und alles unter einer weichen Decke begraben.
Schnee ist so wunderbar. Ich liebe ihn! Ich liebe es, wenn alles weiß ist und die Welt still zu stehen scheint. Hach...



Ich weiß, Menschen, die in Schneereichen Regionen wohne, können mir da wahrscheinlich nicht so zustimmen, aber bei uns ist Schnee eine große Seltenheit. Daher ist er für mich so besonders und einzigartig. Im Moment schneit es sehr oft bei uns, meistens nachts. Wenn ich dann morgens aus dem Fenster schaue, ist alles wunderschön weiß, wie im Märchenland.



Der Schnee schmilzt zwar den Tag über so gut wie weg, aber am nächsten Morgen ist er wieder da. Wie das Ding, das immer wieder kommt. Einzig die Sonne lässt sich selten blicken, aber ich genieße den Schnee auch so.




(ich finde die Landschaft sieht auf dem Foto wie ein Gemälde aus, was ich so schön fand)

Was genauso schön ist wie im Schnee zu laufen, ist in der Wohnung zu sitzen, warmen Chai Latte zu trinken, die Schneeflocken beim Tanz zu beobachten und zu basteln.
So entstand gestern noch eine weitere Hybrid-Scrapkarte. Man könnte sie für den Valentinstag verwenden oder, wenn man den, wie ich, nicht mag, als Muttertagskarte oder für andere liebe Menschen nehmen.





Ich habe die Lovey Petals von Sara Gleason einzeln ausgedruckt, ausgeschnitten und dann aufgeklebt, so dass sie "fächerartig" auf der Karte kleben. Die Karte selbst habe ich mit ein paar Brushes und einem Zitat, das ich sehr gerne mag, bedruckt.

Verwendetes Scrapmaterial:
Alles von Sara Gleason @ the Lilypad
(retired)

Ein schönes Restwochenende euch!!!


02.02.13

Hybrid Scrapbooking

Hallihallo ihr Lieben,

ich hab die letzten Tage länger hin und her überlegt und beschlossen wieder mit dem Scrappen anzufangen. Diesen Blog hatte ich schließlich mit der Intention begonnen immer wieder ein paar Posts auf Englisch über das Scrappen zu schreiben. Allerdings hatte ich bedingt durch die Uni ziemlich schnell Zeitmangel und musste Prioritäten setzen. Da ich sowieso meine Scraplust verloren hatte, ließ ich dieses Hobby mehr oder weniger ausschleichen.

Die letzten Tage habe ich jedoch, bedingt durch meine neue Pinterest "Sucht", so viele unglaublich schöne gescrappte Alben, Karten und LOs (=Layouts) entdeckt, dass mich das Scrapfieber wieder gepackt hat. Allerdings möchte ich nicht mehr nur digital scrappen, denn meine ganzen LOs verschimmeln auf meiner Festplatte und eigentlich habe ich nichts mehr von ihnen außer dass ich mal Spaß daran hatte sie zu basteln. Richtiges Papierscrappen ist mir aber zu teuer. Die vielen Papiere, Sticker und der ganze Klimbims kosten ja ein Vermögen.
Daher möchte ich mich nun im Hybrid-Scrappen versuchen, was den Vorteil hat, dass ich in meinen alten CTs (Creative Teams) bleiben kann :) Hybrid Scrappen ist eine Mischung aus digitalem und Papierscrappen. Man druckt dabei die digitalen Dateien aus, schneidet sie aus und klebt alles schön zusammen. Dabei kann man auch noch "echte" Materialien wie Knöpfe, Stoffe, Schleifen usw. hinzufügen. Das wird mir, glaub ich, wieder viel Spaß machen. Ich liebe es mit der Schere zu schnippeln, rumzuklecksen, zu kleben (auch wenn ich dann wieder sauer werde, wenn meine ganzen Hände voller Kleber sind) und vor allen Dingen die Materialien richtig in die Hand nehmen zu können. Hach...also ihr seht, ich bin schon ganz begeistert :)

Gestern habe ich auch gleich das erste Projekt in Angriff genommen. Eine Karte für das Frauchen einer super lieben Hündin, die ich Anfang diesen Jahres und Ende letzten Jahres fotografieren durfte. Ich hoffe, sie freut sich darüber. Aber nun habe ich euch genug zu geplappert, hier nun die Bilder vom Entstehungsprozess der Karte (die Qualität der Bilder ist leider nicht so gut, da es Abend war und ich so nur die normale Wohnzimmerlampe als Lichtquelle hatte):



Und hier das fertige Ergebnis bei besserem Licht:









Verwendetes Scrapmaterial:
alles von Sara Gleason @ the LilyPad


Habt ihr auch schon mal gescrappt?

Ich wünsche euch allen noch ein schönes restliches Wochenende!!!