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10.12.12

Mein Chai Adventure

Ich trinke keinen Kaffee und mag keinen Tee. Alkohol schmeckt mir auch nicht.
Was kann man also Heißes im Winter trinken?
Nur Kinderpunsch immer und immer wieder?
Diese Frage beschäftigt mich schon lange, vor allem wenn ich krank bin und gerne etwas Warmes trinken würde, aber einfach zu anspruchsvoll bin was diese Dinge angeht. Daher war ich überglücklich, als ich letzten Winter auf diversen Blogs von Chai Latte, einem warmen Milch-Gewürz-Tee-Getränk, gelesen habe. Das hörte sich klasse an! Und so begann es, mein Chai Adventure.



Zuerst googlete ich wie man diesen ominösen Chai Latte herstellt. Auf unterschiedlichen Seiten wurde geraten Chai Tee zu kochen und diesen mit einem Schuss Milch zu versehen. Gelesen, getan. Ab in den Supermarkt eine Packung Chai Teebeutelchen kaufen und zu Hause gleich aufsetzen. Anschließend einen Schuss Milch hinzugefügt und mit freudiger Erwartung den ersten Schluck genommen. Pfui! Schmeckt ja wieder nur nach Tee! Für mich also nach fast nichts! Enttäuschung!



Damit schloss ich das Projekt Chai Latte erst einmal ab. Vor ein paar Tagen fing ich mir, wie bereits erzählt, eine heftige Erkältung ein und hatte großes Verlangen nach Heißgetränken. Zufälligerweise tauchten genau zu dieser Zeit Chai Latte Tipps auf den Blogs cityglamblog und nicest things auf, die ich beide gerne lese. Ina empfahl den Tee direkt in warmer Milch aufzubrühen (und noch andere Zutaten hinzuzufügen, die ich auf die Schnelle nicht im Schrank fand). Das musste ich doch glatt ausprobieren und noch mit etwas gemahlenem Zimt ergänzen. Nun probierte ich schon etwas skeptischer. Aber anders als erwartet, hat es relativ gut geschmeckt und nicht mehr ganz so sehr nach Tee. Allerdings schrieb Ina auch etwas von Chai Latte Pulver. Das hörte sich so toll an, dass ich meiner Mutter davon berichtete, welche mir, lieb wie sie ist, gleich eine Packung Chai Latte Pulver mitbrachte. Und ich sag euch, das hat mir gut geschmeckt. Freude. Nur ein bisschen süß war es. Daher verdünne ich das Ganze einfach mit etwas mehr Wasser und Milch als auf der Packung beschrieben.



Die tolle Idee von Vera selbst einen Chai Tee Sirup zu kochen ließ mich aber auch nicht mehr los und so musste ich das ebenfalls testen. Der Sirup war wirklich schnell und einfach gekocht. Ich habe nur die halbe Menge gemacht, da ich nicht so viel trinke und Angst hatte, dass mir der Sirup sonst verdirbt.
Und was soll ich sagen, der Sirup mit Milch hat super lecker geschmeckt. Freu. Mein Sirup ist nur etwas zu süß geraten (vielleicht weil ich statt dem schwarz Tee den Chai Tee (irgendwie muss ich ihn ja los werden) genommen habe), aber das kann ich ja nächstes Mal ganz leicht ändern.



Den Sirup habe ich außerdem genutzt, um Chai-Plätzchen zu backen. Dafür habe ich ein Schokoladen-Plätzchen-Rezept aus der neuen Sweet Dreams genommen und mit dem Sirup aufgepeppt. Wenn ihr das auch mal ausprobieren wollt, ist hier mein Sirup-Plätzchen-Rezept:



Zuerst müssen Mehl, Zucker und Kakao gemischt werden. Anschließend werden die Butter in Flöckchen (kleine Mini-Stücke), 1 EL eures Chai Sirups und das Ei hinzugefügt und alles zu einem Teig geknetet (das dauert etwas und klappt mit den Händen am besten). Den in Folie gewickelten Teig kühlt ihr nun für ca. 60 Minuten.
In dieser Zeit könnt ihr die Creme vorbereiten. Dafür die Sahne erhitzen und die gehackte Schokolade darin schmelzen. Wenn ihr alles zu einer cremigen Konsistenz gerührt habt, fügt ihr noch 4-6 Teelöffel Chai Sirup und etwas Zimtpulver hinzu. Da probiert ihr am besten immer wieder die Creme bis sie euch schmeckt. Allerdings müsst ihr bedenken, dass der Geschmack, wenn die Creme abgekühlt ist, intensiver wird (find ich). Die Creme stellt ihr nun auch kalt, damit sie nicht mehr so flüssig ist.
Nun holt ihr euren Teig, rollt ihn auf einer bemehlten Arbeitsfläche aus und stecht Sterne/Tannenbäume/Herzen/usw. aus. Denkt daran, dass ihr immer zwei gleiche Plätzchen braucht. Die Plätzchen kommen dann für 10-12 Minuten in den auf 180° vorgeheizten Ofen.
Wenn die Plätzchen und auch Creme abgekühlt sind, bestreicht ihr jeweils ein Plätzchen mit Creme und legt ein zweites darauf.
Wer mag kann die Plätzchen dann noch mit weißer Kuvertüre verzieren. Fertig!
Bei mir hat das Verzieren leider nicht so gut geklappt. Eine Spritze eignet sich wohl doch nicht so gut zum Schokolade-Spritzen...naja...aber hauptsache die Kekse schmecken.



Auf die Idee mit dem Keks-Spieß hat mich übrigens Persis von ein Keks für unterwegs (ein sehr "leckerer" und schöner Blog) mit ihren hübschen Tannenbäumchen gebracht.



Die "Pullis" meiner Tassen sind übrigens nach einer Anleitung aus der letzten deutschen Mollie Makes entstanden. Mir waren meine Tassen zu langweilig bzw. der Aufdruck schon so verblasst. Daher hab ich einen Pulli gehäkelt und meine Mutter hat der anderen einen gestrickt (beim Stricken hab ich einfach zwei linke Hände). Da mein Pulli zu groß wurde, habe ich ihn kurzer Hand zum Rollkragenpulli gemacht, sieht auch irgendwie witzig aus, find ich.

18.07.12

Backorgie II

Guten Abend zusammen :)

Heute möchte ich euch endlich die restlichen Ergebnisse und Rezepte meiner Backorgie vorstellen.
Zuerst einmal die Heidelbeer-Törtchen. Sie haben allen sehr gut geschmeckt. Ich war etwas enttäuscht, da sie einfach nicht richtig nach Heidelbeeren geschmeckt haben. Das lag aber weniger am Rezept, als viel mehr an den Heidelbeeren. Wir hatten sie extra auf dem Markt gekauft, aber sie hatten dennoch genauso wenig Geschmack wie die gefrorenen Heidelbeeren. Schade. Da muss ich wohl doch mal im Wald nach Heidelbeeren suchen gehen, denn ich mag sie wirklich gerne.



Das Rezept für die leckeren Törtchen habe ich aus der aktuellen Ausgabe Sweet Dreams von Lisa-Kochen&Backen, über die ich demnächst noch mehr schreiben werde. Das Rezept ergibt 12 Törtchen. 
Um den Teig für die Törtchen zu machen,müsst ihr 250g Mehl mit 150g (weicher) Butter, 75g Zucker und einem Ei verkneten. Anschließend packt ihr den Teigball in Frischhaltefolie und steckt in für ca. 30 Minuten in den Kühlschrank.
Dann bemehlt ihr das Muffinblech und teilt euren abgekühlten Teig in 12 Teile. Diese drückt ihr möglichst rund und platt in eine Muffinmulde. Dann setzt ihr ein Papierförmchen auf den Teig. Das müsst ihr eventuell etwas in den Teig drücken, damit es hält. In das Förmchen schüttet ihr zum Schluss noch Hülsenfrüchte, damit der Teig auch wirklich zu einer kleinen Schale wird. Anschließend das Blech in den auf Heißluft 180°C vorgeheizten Ofen stellen und für 15-20 Minuten (bei mir haben sie etwas länger gebraucht) backen.
Hier nochmal die Erklärung im Bild :)



Nach dem Backen entfernt ihr die Hülsenfrüchte und Papierförmchen, lasst die Törtchen in der Form abkühlen, löst sie nach ca. 15min. und lasst sie auf einem Gitter vollständig abkühlen.



Dann schmelzt ihr 150g weiße Kuvertüre und bestreicht damit das Innere der Törtchen. Lasst alles gut fest werden.

01.06.12

Holunderlimonade



Schon lange spukt mir der Gedanke im Kopf herum etwas mit Holunder zu machen und Limonade wollte ich auch schon lang mal selber machen. Was liegt da näher als selbst Holunderlimonade zu machen?
Ich dachte mir "nichts" und pflückte ein paar Holunderdolden. Nach diesem Rezept schmiss ich alle Zutaten in die Glaskanne.



Außerdem habe ich noch einen Eiswürfelbehälter mit Wasser gefüllt und ein paar kleine Holunderblüten hinzugefügt. Ich dachte, dass das bestimmt ganz schick aussehen würde.



Dann wartete ich zwei Tage ganz gespannt auf das Ergebnis.
Heute war es dann so weit und ich konnte die Limonade aus dem Keller holen und ins Glas gießen :)





Probiert habe ich sie nach dem Fotografieren natürlich auch gleich. Ich muss leider sagen, dass sie mir nicht wirklich geschmeckt hat. Anscheinend mag ich keinen Holunder. Meiner Mutter hat die Limo geschmeckt und sie war auch der Meinung, dass sie nach Holunder schmeckt. Naja Geschmäcker sind verschieden ;)
Wenn ihr also auch keinen Holunder mögt, würde ich die Limo nicht zum Nachmachen empfehlen. Wenn ihr es doch mögt, wird ein Versuch wohl nicht schaden, vor allem weil die Zutaten ja eigentlich total billig bzw. fast kostenlos sind.



(tihihi...ich hab endlich mal eine Animation mit Photoshop hinbekommen, dank diesem Tutorial)
 
Dann wünsche ich euch allen ein schönes Wochenende!!!
Ich muss leider einiges Lernen, da wir am Montag eine Prüfung haben. Wir mussten in einer Gruppe von acht Leuten eine komplette vier stündige Einheit vorbereiten und am Montag durchführen. Wah! Wie ich das hasse!
Liebe Grüße ♥